Nikolaus-Achterfahrt am 10.12.2016 

elf – neunzehn – einundachtzig

 
Zwar war am 10. Dezember der Nikolaus bekanntlich schon wieder über alle Berge, aber in guter Tradition hatten wir für diesen Samstag wieder unsere Achter-Fahrt nach Kladow geplant.
Idealerweise sind für eine solche Fahrt mindestens neun Ruderinnen und Ruderer notwendig, um unsere „Spandau“ standesgemäß zu bewegen. So war von vornherein gleich eine „Überbuchung“ der vorhandenen Plätze gewünscht, um eventuelle kurzfristige Ausfälle kompensieren zu können. Auch sind nicht alle von uns begeisterte Riemenruderer, so können auch „Skuller“ ohne Reue an dieser Fahrt in einem Begleitboot teilnehmen. Und darüber hinaus ist solch ein Achter auch vom Begleitboot aus immer wieder ein imposanter Anblick.
Elf Aktive fanden sich dann schließlich auf dem Bootsplatz ein, überwiegend mit roter Nikolausmütze als Kopfbedeckung. Allerlei Selbstgebackenes, dazu Glühwein (mit und ohne Umdrehungen), spezielle „Verpflegung“ gegen die Kälte und dergleichen wurde an Bord der „Spandau“ und der „Diana“ verstaut.

Als dann – endlich – jeder seinen Bootsplatz eingerichtet hatte ging es zügig unter der neuen Freybrücke hindurch Richtung Gemünd. Ein kleiner beleuchteter Weihnachtsbaum - am Bug befestigt - wies unserem Steuermann den Weg.
Vom „Riemenanfänger“ bis zum gelernten Rennruderer, altersmäßig in der Breite die gesamte BRG repräsentierend, waren wir bei diesigem Wetter unterwegs. Die Wellen konnten die Fahrt heute nicht stören. Zeitweise schien es so, als herrsche Fahrverbot auf der Havel, weit und breit kaum Boote. Bei so viel Schwung wurde fast unser Gruß am Grunewaldturm verpasst, knapp war‘s!
Und auch die Früchte des jüngst abgehaltenen Obmann- und Steuermannlehrgangs in unserer BRG konnten gleich geerntet werden. Judith Baumgart und Marcel Reimann (mit 19 Jahren an diesem Tag unser Benjamin) legten im begleitenden Zweier ohne Stm. eine saubere Fahrt hin.
In Kladow gegenüber der Insel Imchen angekommen, wurde eine ordentliche Pause gemacht, die Vorräte waren schier unerschöpflich. Da fiel es schwer, den Rückweg anzutreten.
Eberhard Schäfers, mit 81 Jahren unser erfahrenster Ruderer an diesem Tag, fühlte sich ebenfalls wohl. Allenfalls zum Ende hin spürte man, dass ihm mehr die 2000 m Strecken liegen. Dennoch lieber Eberhard, „Hut ab vor deiner Leistung! Immer wieder gerne!“
Kurz vor unserem heimischen Hafen haben wir dann noch gemeinsam „die Wende über Steuerbord geübt“. Aber irgendwann war der Kahn dann „rum“. Routiniert hat unser Steuermann Gerd Dahl uns wieder sicher an den Steg zurück gebracht.
Eine besondere Fahrt ging zu Ende, die uns allen viel Freude bereitet hat, ein würdiger Abschluss des Ruderjahres 2016. Gerne werden auch im nächsten Jahr immer wieder Vorwände gesucht, um die Spandau, unseren Achter, aufs Wasser zu bringen.

   „Elf – Neunzehn – Einundachtzig“, wer hat‘s erkannt?

Michael L.