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Tagesfahrt zum Krampnitzsee

Nachdem wir in diesem Jahr aufgrund des Sportverbotes und dem anschließenden eingeschränkten Ruderbetrieb lange nur auf Sparflamme rudern konnten und damit auch klar war, dass es in diesem Jahr keine Wochenendfahrt mit Übernachtung geben würde, wollten wir wenigstens noch die eine oder andere längere Tagesfahrt in Angriff nehmen.

So sollte unser Ziel am Samstag, den 22. August 2020, der Krampnitzsee sein, immerhin 42 km. Insgesamt 11 Ruder/innen wollten bei dieser Fahrt zumindest teilweise dabei sein, denn Flemmings, Fangerows und unsere Neumitglieder Sonja und Christopher Piotrowski teilten sich die Strecke, so dass wir mit einem Vierer und einem Zweier in See stachen.

Wir trafen uns um 9.00 Uhr im Bootshaus, um spätestens gegen halb 10 los zu fahren. Aber ausgerechnet heute überquerte das Regenband der anziehenden Kaltfront zwischen 8 und 10 Uhr Spandau, so dass wir die Startzeit etwas nach hinten verlegten. Die Wetter-App behielt recht, gegen 10 Uhr hörte der Regen auf und wir konnten voller Tatendrang starten.

Schon als wir aus dem Gemünd kamen merkten wir, dass es ein Stück Arbeit werden würde, denn es war ziemlich windig. Aber wenigstens waren aufgrund des morgendlichen Regens noch nicht so viele Boote unterwegs. Auch die „Bammelecke“ machte ihrem Namen wieder alle Ehre, denn hier wurde der Wind nochmal stärker und wir hatten teilweise das Gefühl, gar nicht mehr voran zu kommen. Nach ca. 90 min war unser erstes Ziel, der Anleger bei Imchen erreicht und für Anni und mich der sportliche Teil des Tages beendet. Jetzt übernahmen Detlef und Matze unsere Plätze.

Auch innerhalb der Boote wurde der Steuermann gewechselt, wobei Sonja vom Vierer in den Zweier wechselte, um ein Stück zu steuern. Da sich jetzt ab und zu auch die Sonne zeigte, kam vor der Weiterfahrt noch mal schnell die Sonnencreme zum Einsatz und weiter ging es.

Vor Fahrtantritt hatten wir uns darauf verständigt, den kleinen Stichkanal hinter der Robinsoninsel zum Lehnitz-/ Krampnitzsee zu nehmen, denn für viele war das hier Neuwasser. Auf der Fahrt zum Ende des Krampnitzsee hielten wir schon Ausschau nach einer geeigneten Möglichkeit anzulegen. Nach kurzer Absprache am Ende des Sees legten wir dann an der erspähten Stelle an. Raus aus den Schuhen und rein ins Wasser, um das Boot zu sichern. Jetzt konnten wir uns an dem mitgebrachten Essen und Getränken stärken, so es denn bei der ersten Pause bei Imchen noch nicht aufgegessen war.

Für den Rückweg tauschten Sonja und Michael Luka erneut das Boot. Knobbi übernahm das Steuer in der Imchen und Michael und Detlef rudert bis nach Hause zurück. Als nächster Treffpunkt war wieder Insel Imchen angesagt, da Sonja dort von Christopher abgelöst werden sollte.

Als wir im Zweier an der Insel Imchen ankamen, wurden wir von einem Segler angesprochen, ob wir ihm nicht helfen könnten, denn er sitze auf dem Grund fest. Der Wind wehte immer noch stark, so dass wir noch ein paar Schläge gegen machten mussten, um dichter an den Segler zukommen. Der Segler warf sein Bugseil zu uns herüber, welches Knobbi erst im zweiten Versuch zu fassen bekam. Michael und Detlef legten sich in die Skulls und bekamen das Boot nach ein paar kräftigen Schlägen frei. Der Segler bedankt sich und jeder fuhr seinen Weg.

In der Zwischenzeit war der Vierer eingetroffen und legte an, denn Sonja verlies hier den Vierer und ihr Mann Christopher stieg ein, um die restlichen 10 Kilometer zu rudern. Da Christopher noch nicht vor Ort war, musste der Vierer einen Moment warten und die Mannschaft nutzte die Gelegenheit, um das Boot vom übernommenen Wasser zu befreien – wie gut das sie ein Behältnis zum Schöpfen dabeihatten. Der Zweier ließ sich derzeit vom Wind die Havel aufwärts treiben. Als der Vierer wieder Fahrt aufnahm, setzen auch wir uns wieder in Bewegung Richtung Heimat. Im Verein angekommen säuberten wir erst die Boote und dann uns.

In der Zwischenzeit waren Anni und ich (Heike) im Verein nicht untätig, schließlich sollte dieser schöne Tag noch mit einem gemeinsamen Grillen abgeschlossen werden. So reinigten wir die Gartentische und -stühle, um eine ausreichend lange Tafel aufbauen zu können, damit alle Familien mit dem nötigen Abstand sitzen konnten. Außerdem musste der Grill auch gründlich gereinigt werden. So hatten wir zu tun, bis die Ruderer ankamen. Kaum waren die Boote in der Halle, zog noch ein Gewitterschauer über Tiefwerder hinweg, so dass die Tische eine Extrareinigung erhielten. Bald kam die Sonne wieder zwischen den Wolken hervor und es zeigte sich ein wunderschöner Regenbogen.

Nun war es an der Zeit, den Grill anzuheizen. Lina und Marcel konnten leider nicht bleiben, dafür stießen noch Petra, Brigitte und Chris zu uns und es wurde ein gemütlicher Abend.

Als Fazit des Tages möchte ich hier einen Post von Lina in der WhatsApp-Gruppe zitieren:

„Es war wirklich eine schöne Tour gestern! Besonders gefreut hat mich der Einsatz unserer Neumitglieder Sonja und Christopher, und auch Knobbi und Chris mal wieder zu sehen war toll! Dieser Verein besticht einfach durch die Güte seiner Mitglieder 🧡🧡🧡“

Dem ist nichts hinzuzufügen!